
160 J KARDIOL 2008; 15 (5–6)
ÖKG-Jahrestagung – Abstracts
sible that clinical outcomes of STEMI pts with low NT-proBNP on
presentation might be further improved by early initiation of pPCI.
Accordingly, determination of Nt-proBNP in the acute phase of
STEMI might be helpful in choosing the optimal reperfusion strat-
egy (Figure 4).
Prognostische Wertigkeit des Brain Natriuretic Pepti-
de (BNP) für Graftsklerose bei Patienten nach Herz-
transplantation 090
A. Juraszek, T. Dziodzio, S. Roedler, M. Czerny, St. Mahr, D. Zimpfer, R. Gottardi,
D. Dunkler, M. Grimm, A. Zuckermann
Klinische Abteilung für Herz-Thoraxchirurgie, Medizinische Universität Wien
Hintergrund Ziel der Studie war die Evaluierung der Wertigkeit
von Brain Natriuretic Peptide (BNP) bei Patienten nach Herztrans-
plantationen (HTX) und dessen Nützlichkeit bei der Ermittlung der
Graftsklerose für den klinischen Verlauf.
Methodik Eine Gruppe von 48 Patienten (post HTX) die sich auf-
grund einer wirksamen Graftsklerose einer invasiven Revaskulari-
sation unterziehen mussten, wurden mit einer Gruppe von Patienten
nach HTX ohne wirksame Graftsklerose 1:1 gematcht. Die Gruppen
unterschieden sich hinsichtlich Alter, Geschlecht, Patienten und
Spendergeschlecht, Diabetes mellitus, Hyperlipidämie, Hyperchol-
esterinämie, Hypertonie, Cytomegalovirus-Status und Grunder-
krankung nicht. Patienten, die Abstoßungsreaktionen zeigten, wur-
den ausgeschlossen. Die BNP-Werte wurden nach einer mittleren
Follow-up-Zeit von 72 Monaten nach der HTX analysiert.
Resultate Die mittleren BNP-Werte von Patienten mit manifes-
ter Graftsklerose waren signifikant (3028 pg/ml vs. 493 pg/ml,
p < 0,001) höher als bei Patienten ohne Graftsklerose. Bei 89,58 %
der Patienten mit Graftsklerose ist der mittlere BNP-Wert höher als
bei der Kontrollgruppe.
Diskussion Das BNP ist ein wertvoller Marker für Patienten nach
einer HTX in Hinblick auf eine wirksame Graftsklerose. Weiters
stellte sich heraus, dass der BNP-Wert auch im Langzeit-Follow-up
für Patienten nach Stentimplantation und PTCA-Eingriffen als
nützlicher Marker dient.
Der Einsatz von „Drug-eluting Stents” bei primärer
perkutaner Intervention in der Behandlung von ST-
Hebungsinfarkten – Outcome und 6-Monats-Follow-
up 023
J. Kammler, A. Kypta, C. Steinwender, R. Hofmann, K. Sihorsch, K. Kerschner,
M. Grund, B. Schmitt, F. Leisch
I. Medizinische Abteilung mit Kardiologie, AKH Linz
Einleitung Seit Beginn des „Drug-eluting Stent- (DES-)” Zeit-
alters gilt der Einsatz dieser Stenttypen beim akuten Myokard-
infarkt (AMI) als Off-label-Indikation. Mittlerweile haben sie sich
jedoch als Alternative etabliert.
Patienten und Methodik Insgesamt wurde an unserer Abtei-
lung 127 Patienten (P) einer notfallmäßigen Koronarintervention
(Akut-PCI) wegen eines AMI mit Implantation eines DES unter-
zogen. Die Entscheidung über den verwendeten Stenttyp oblag dem
jeweils diensthabenden invasiven Kardiologen.
Ein Follow-up wurde 6 Monate nach erfolgter PCI durchgeführt.
Ergebnisse Von 127 P waren 27 (21 %) Frauen, das durchschnitt-
liche Alter lag bei 59,9 ± 13 Jahren. Die durchschnittliche Schmerz-
dauer lag bei 340 Minuten, die Anzahl der P mit kardiogenem
Schock war 16 (13 %), die Anzahl der P, bei denen eine Rescue-PCI
nach erfolgloser intravenöser Lysetherapie durchgeführt wurde,
war 11 (9 %).
Der Ramus interventricularis anterior war in 67 Fällen (52 %), der
Ramus circumflexus in 16 (13 %), die rechte Koronararterie in 39
(31 %), Venengrafts in 4 (3 %) sowie der Hauptstamm der linken
Koronararterie in einem Fall (1 %) das Zielgefäß. Die linksventri-
kuläre Auswurffraktion lag bei 51 ± 13 %. Eine Mehrgefäßerkran-
kung wiesen 24 P (19 %) auf. 8 P (6 %) verstarben im Rahmen des
stationären Aufenthalts.
Die Ergebnisse des 6-Monats-Follow-up waren wie folgt: 113 P
(95 %) konnten nachkontrolliert werden; 5 Patienten waren in der
Zwischenzeit verstorben. Der klinische Verdacht auf eine Resteno-
se lag bei 36 P vor (33 %), angiographische Instent-Restenosen fan-
den sich bei 14 P (13 %). Von diesen konnten 10 reinterveniert wer-
den, 4 P wurden zur elektiven aortokoronaren Bypassoperation ge-
sandt. Eine Intervention in einem anderen als dem akuten Zielgefäß
der Primärintervention erfolgte bei 6 P (5 %).
Schlussfolgerung Die Intervention mit DES bei AMI ist mit
einer Restenoserate von 13 % behaftet und liegt damit deutlich
höher als bei der On-label-Anwendung dieser Stenttypen.
High Restenosis-Risk of Drug-Eluting Stents in Pa-
tients with Low Basal Endogenous Plasma Levels of
VEGF 105
K. Katsaros
1
, S. P. Kastl
1
, G. Zorn
1
, K. Huber
2
, G. Maurer
1
, D. Glogar
1
, J. Wojta
1
,
W. S. Speidl
1
, G. Christ
1
1
Department of Internal Medicine II, Medical University of Vienna;
2
3
rd
Med. Dept.,
Cardiology and Emergency Medicine, Wilhelminenhospital, Vienna
Background Drug-eluting stents (DES) reduce the rate of instent
restenosis (ISR) compared to bare-metal stents (BMS) through inhi-
bition of migration and proliferation of coronary smooth muscle
cells. However, recent studies suggest that DES also inhibit endo-
thelial cell proliferation leading to delayed healing of the endo-
thelium and a chronic inflammatory reaction that may result in late
stent thrombosis and ISR. VEGF treatment has been proofed to re-
duce intimal proliferation through accelerated reendothelialization.
The aim of this study was to evaluate whether endogenous plasma
levels of VEGF are associated with development of ISR after im-
plantation of DES.
Methods and Results We studied 85 patients that were treated
with 159 DES. Blood samples for measurement of VEGF antigen
were taken directly before and 24 hours after implantation of DES.
Restenosis was evaluated at 6 to 8 months by coronary angiography.
During the follow-up period, 2 patients (2.4 %) died of cardiovascu-
lar causes and 12 patients (14.5 %) developed ISR. Patients with
ISR showed significantly lower plasma levels of VEGF compared
to patients without ISR (p < 0.05). Restenosis rates declined accord-
ing increasing tertiles of VEGF (25.9 %, 14.3 % and 3.6 %;
p < 0.05) independently from clinical and angiographic risk factors.
Interestingly, patients with ISR showed an overshooting increase
of VEGF plasma levels 24 hours after PCI (± 0 % vs + 298 %;
p < 0.001).
Conclusion Low endogenous plasma levels of VEGF are associ-
ated with increased ISR rates in DES possibly due to delayed re-
endothelialization. Whether low endogenous VEGF is also associ-
ated with late stent thrombosis needs to be further studied.
Figure 4:
R. Jarai et al.
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