
ÖKG-Jahrestagung – Abstracts
J KARDIOL 2008; 15 (5–6)
151
newly presented to a primary care physician with signs and symp-
toms of heart failure remains unclear.
Aim The aim of the present study was to define the role of NT-
proBNP in high risk symptomatic patients in primary care to stratify
for further investigation with echocardiography.
Methods and Results A total of 419 newly presented patients of
primary care cohort (age 68 ± 13 years, 48 % male) with hyperten-
sion, diabetes or ischemic heart disease (IHD) with signs and symp-
toms of heart failure were consecutively analyzed in this study. Pa-
tients were divided in group A (NT-proBNP > 125 pg/ml; n (5) and
group B (NT-proBNP < 125 pg/ml; n (4). Patients in group A were
significantly older (71 ± 11 vs 62 ± 14; p < 0.0001) with no differ-
ence in gender between groups. Hypertension was diagnosed more
in group A (79 % vs 69 %; p = 0.03), prevalence of diabetes (20 %),
IHD (45 %) and MI (25 %) was similar in both groups. 47 % of pa-
tients stratified for group A showed a left ventricular systolic dys-
function on echocardiography. Follow-up period was 4.2 ± 2.3
months. All cause hospitalization was 18 % in group A compared
with 3 % in group B (p < 0.0001). All cardiac hospitalization was
9 % in group A vs 0.7 % (1 patient) in group B (p = 0.002), 6 % of
group A vs non in group B had a hospitalization due to heart failure
(p = 0.001). No significant differences were documented for hospi-
talization based on ischemic heart disease (4 % in group A vs 0.7 %
in group B) as well as hospitalization based on arrhythmias (3 %
group A vs 0 % in group B). None of the patients died within the
follow-up period.
Conclusion Our data suggest that NT-proBNP has a high pretest
probability to diagnose heart failure in this population. More impor-
tant a level below the cut-off level of 125 pg/ml in newly presented
symptomatic high risk patients is safe to abstain from further echo-
cardiographic diagnostics.
Inter-Observer-Variabilität zur CRT-Non-Responder-
Prädiktion mittels Vektorkardiographie 115
J. Brandl
1
, W. Koglek
1
, A. Oberbichler
1
, T. Schau
2
,
J. Meyhöfer
2
, C. Butter
2
, G. Grimm
1
1
2. Med. Abteilung, Landeskrankenhaus Klagenfurt;
2
Herzzentrum Brandenburg,
Kardiologie, Bernau/Berlin
Einleitung Die kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) ist
eine akzeptierte Behandlungsform für Patienten mit schwerer Herz-
insuffizienz. Etwa 30 % der Patienten profitieren nicht von der
Therapie und werden als Non-Responder eingestuft. Zur Respond-
erbestimmung wird aus dem Vektor-EKG (VKG) die Vektorzeit-
fläche berechnet und das Zeitintervall (TI) vom Maximalvektor bis
zum Ende der Vektorzeitfläche bestimmt. Der TI-Index wird für die
Prädiktion des CRT-Respons verwendet. Bisher gibt es keine Daten
bezüglich der Reproduzierbarkeit und der Untersuchervariabilität
für diesen neuen Parameter.
Methode Bei 65 Patienten (47 m; 65,3 J.; QRS-Breite 157 ms,
± 22,9; EF 22,7 %; LVEDD 72,2 mm) wurden die VKG-Daten pro-
spektiv vor der CRT-Implantation registriert. Der TI wurde offline,
unabhängig und geblindet von 2 differenten Untersuchern be-
stimmt. Patienten mit einem TI > 65 ms wurden als Responder zur
CRT eingestuft. Die Ergebnisse wurden mit dem hämodynamisch
ermittelten Respons korreliert. Invasiv, hämodynamisch wurden die
Kontraktilität (LV dp/dt) und der Pulsdruck (PP) gemessen. Als
positiver CRT-Respons wurde eine Zunahme von > 10 % dp/dtmax
und > 5 % PP, unter Stimulation gegenüber dem Ausgangswert
ohne Stimulation, definiert.
Ergebnisse 14 Patienten (21 %) wurden über die invasiv, hämo-
dynamischen Parameter als Non-Responder bewertet. Jeder der bei-
den Untersucher bewertete 12 von diesen Patienten (85 %) leicht
unterschiedlich aber korrekt über das TI als Non-Responder. Die
Inter-Observer-Variabilität, für die Qualität des TI als diagnosti-
scher Test, wurde für die Übereinstimmung der beiden Untersucher
berechnet: Sensitivität 79 % (jeder Untersucher allein 85 %), Spezi-
fität 90 % (Untersucher 1: 96 %, Untersucher 2: 92 %), positiv prä-
diktiver Wert 69 % (Untersucher 1: 85 %, Untersucher 2: 75 %),
negativ prädiktiver Wert 94 % (jeder Untersucher allein 96 %).
Zusammenfassung Der TI-Algorithmus ist ein valider und
reproduzierbarer Prädiktor für die CRT-Responder- bzw. Non-Res-
ponder-Bestimmung. Das von beiden Untersuchern unabhängig
und geblindet berechnete TI ergab eine Übereinstimmung von
88 %. Das TI als CRT-Prädiktor ist weitgehend Untersucher-unab-
hängig.
Ein neuer Vektor-EKG-Algorithmus als Prädiktor für
den CRT-Response 116
J. Brandl
1
, W. Koglek
1
, A. Oberbichler
1
, K. Schmidt
1
, C. Butter
2
, T. Schau
2
, G. Grimm
1
1
2. Med. Abteilung, Landeskrankenhaus Klagenfurt;
2
Herzzentrum Brandenburg,
Kardiologie, Bernau/Berlin
Einleitung Für Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz und ven-
trikulären Leitungsstörungen ist die kardiale Resynchronisations-
therapie (CRT) eine akzeptierte, additive Therapie. Jedoch nicht
alle Patienten profitieren davon, ca. 30 % der Patienten werden als
Non-Responder eingestuft. QRS-Breite, LSB und echokardiogra-
phische Messungen stellen Parameter für die Indikation dar, sind
aber für die Responder-Prädiktion nicht valide. Ein neuer Algorith-
mus, basierend auf der Vektor-EKG-Analyse (VKG), soll zur Diffe-
renzierung von Respondern und Non-Respondern beitragen. In die-
ser Studie wird die Effektivität des VKG-Algorithmus untersucht
und mit hämodynamischen Daten verglichen.
Methode Bei 65 Patienten (47 m; 65,3 J.; QRS-Breite 157 ms,
± 22,9; EF 22,7 %; LVEDD 72,2 mm) wurden die VKG-Daten pro-
spektiv vor der CRT-Implantation aufgezeichnet. Aus dem VKG
wurde die Vektorzeitfläche berechnet und das Intervall (TI) vom
Maximalvektor bis zum Ende der Vektorzeitfläche bestimmt. Der
TI-Wert wurde mit den Ergebnissen der hämodynamischen Mes-
sungen, die nach der CRT-Implantation erhoben wurden, korreliert.
Invasiv, hämodynamisch wurden die Kontraktilität (LV dp/dt) und
der Pulsdruck (PP) gemessen. Als positiver CRT-Respons wurde
eine Zunahme von > 10 % dp/dtmax und > 5 % PP, unter Stimula-
tion gegenüber dem Ausgangswert ohne Stimulation, definiert. Eine
Zunahme von > 20 % dp/dtmax und > 10 % PP wurde als exzellen-
ter Respons gewertet.
Ergebnisse 14 Patienten (21 %) wurden über die invasiv, hämo-
dynamischen Parameter als Non-Responder bewertet. Das Vektor-
zeitflächen-Intervall (TI) bei den Non-Respondern war < 65 ms.
Bei den exzellenten Respondern wurde ein TI > 90 ms gefunden.
Die Qualitätskriterien für das TI als diagnostischer CRT-Prädiktor
waren: Sensitivität 79 %, Spezifität 96 %, positiv prädiktiver Wert
85 %, negativ prädiktiver Wert 94 %. CRT-Responder zeigen im
VKG ein typisches Depolarisationsmuster der Vektormagnitude.
Zusammenfassung Der TI-Algorithmus in Verbindung mit der
VKG ist eine neue Methode für die Responder- bzw. Non-Respon-
der-Bestimmung zur CRT mit einer Sensitivität von 79 % bei einer
Spezifität 96 %. Dies unterstützt die Hypothese, dass die späte elek-
trische Depolarisation linksventrikulärer Areale und eine langsame
Depolarisationsgeschwindigkeit, speziell nach Beginn der isovolu-
metrischen Kontraktion, eine bessere Prädiktion für den CRT-Re-
sponse erlauben.
Attainment of Local Drug Delivery of Paclitaxel with
Drug-eluting Balloon in Porcine Coronary Arteries
093
M. Gyöngyösi
1
, R. Hemetsberger
1
, A. Posa
1
, Ö. Petneházy
2
, Z. Petrasi
2
, D. Glogar
1
1
Division of Cardiology, Department of Internal Medicine II, Medical University of
Vienna, Austria;
2
Institute of Diagnostic and Radiation Oncology, University of
Kaposvar, Hungary
Background The aim of the present study was to confirm the
local drug delivery of paclitaxel-eluting balloon by percutaneous
intervention of single arterial segments or bifurcations by measure-
ment of the tissue paclitaxel concentration after Dior (2.5 μg
paclitaxel/mm
2
balloon surface) balloon dilatation of porcine coro-
nary arteries.
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